Abstract
Die Rede von Urgency ist angesichts der weltpolitischen Lagen in den letzten Jahren nachvollziehbar. Und doch sind aus einer rassismuskritischen und postkolonialen Perspektive heraus die Ökonomien von Urgency zu kritisieren. Die Spannen der akademischen Aufmerksamkeitswellen, in denen die eigene Forschung regelmäßig am nächsten Turn neu ausgerichtet wird, sind viel zu kurz um eine nachhaltige Arbeit leisten zu können. Es braucht Zeit und Ressourcen, um aus privilegierten Perspektiven, die sich durch unser Fach ziehen, Hegemonien, die über Jahrhunderte institutionalisiert und verfestigt wurden, zu durchdringen und Anschluss an die bestehenden Diskurse zu finden, bevor an deren Überwindung zu denken ist.
Eine neoliberal befeuerte Profilierungsurgency im Wissenschaftssystem führt immer wieder dazu, dass riesige Korpusse von Wissensproduktion von BIPoC Akademiker:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen im globalen Norden wie im globalen Süden, die bereits sehr lange zu Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, LSBTIQ*-Feindlichkeit, Intersektionalität – um nur einige zu nennen – gearbeitet haben, unsichtbar gemacht und einmal mehr überschrieben werden. Die in diesem Text versammelten Beiträge stellen daher die Arbeit von Wissenschaftler:innen und Künstler:innen of Colour in den Mittelpunkt, die sich auf genau diese marginalisierten Wissensarchive stützen und sie weiterentwickeln.
Eine neoliberal befeuerte Profilierungsurgency im Wissenschaftssystem führt immer wieder dazu, dass riesige Korpusse von Wissensproduktion von BIPoC Akademiker:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen im globalen Norden wie im globalen Süden, die bereits sehr lange zu Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, LSBTIQ*-Feindlichkeit, Intersektionalität – um nur einige zu nennen – gearbeitet haben, unsichtbar gemacht und einmal mehr überschrieben werden. Die in diesem Text versammelten Beiträge stellen daher die Arbeit von Wissenschaftler:innen und Künstler:innen of Colour in den Mittelpunkt, die sich auf genau diese marginalisierten Wissensarchive stützen und sie weiterentwickeln.
| Original language | German |
|---|---|
| Title of host publication | Matters of Urgency. Herausforderungen der Gegenwart in Theater und Wissenschaf |
| Editors | Doris Kolesch, Jan Lazardzig, Jenny Schrödl, Lisa-Frederike Seidler, Thore Walch, Matthias Warstat |
| Place of Publication | Berlin |
| Publisher | Berlin Universities Publishing |
| Pages | 258-275 |
| Number of pages | 18 |
| ISBN (Electronic) | 9783987810381 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 26 Feb 2025 |
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Dive into the research topics of 'Permanent Urgency: Beiträge zur einer macht- und rassismuskritischen Theaterwissenschaft'. Together they form a unique fingerprint.Cite this
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